Therapie für Kinder und Jugendliche: Gemeinsam neue Wege gehen

Psychische Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter sind vielfältig und zeigen sich in Entwicklung, Verhalten, Erleben oder sozialen Beziehungen. Frühzeitige psychotherapeutische Unterstützung kann den weiteren Verlauf entscheidend positiv beeinflussen – für das Kind, den Jugendlichen und die gesamte Familie.

Störungen im Kinder- und Jugendalter: Wann ist psychotherapeutische Behandlung empfehlenswert?

Psychotherapeutische Unterstützung ist bei Kindern und Jugendlichen wichtig, wenn Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Belastungen oder Entwicklungsschwierigkeiten über einen längeren Zeitraum anhalten und den Alltag, die schulische Entwicklung oder soziale Beziehungen spürbar beeinträchtigen – und eigene Bewältigungsversuche der Familie keine ausreichende Erleichterung bringen.

Störungen des Kinder- und Jugendalters: Psychotherapeutische Behandlung durch unser Team

Die psychotherapeutische Behandlung von Störungen des Kinder- und Jugendalters setzt dort an, wo Entwicklung, Verhalten oder emotionales Erleben eine professionelle Begleitung erfordern. Im therapeutischen Prozess wird die Behandlung stets alters- und entwicklungsgerecht gestaltet – bei Kindern spielen spielerische und kreative Methoden eine wichtige Rolle, bei Jugendlichen rückt das Gespräch zunehmend in den Vordergrund. Eltern werden aktiv und situationsgerecht in den therapeutischen Prozess einbezogen. Die Behandlung wird individuell auf die persönliche Situation des Kindes oder Jugendlichen abgestimmt – in unserem Team begleiten wir Sie professionell und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

unser Therapeuten-Team

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter Störungen des Kinder- und Jugendalters?
Störungen des Kinder- und Jugendalters umfassen ein breites Spektrum psychischer Auffälligkeiten, die sich in Entwicklung, Verhalten, Erleben oder sozialen Beziehungen zeigen können. Dazu gehören unter anderem Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen, Angststörungen, Depressionen, Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten.
Wenn Verhaltensänderungen, emotionale Auffälligkeiten oder schulische Schwierigkeiten über einen längeren Zeitraum anhalten, zunehmen oder das alltägliche Leben des Kindes spürbar beeinträchtigen – dann ist eine professionelle Einschätzung sinnvoll und empfehlenswert.
Nein. Kinder und Jugendliche verfügen über eine bemerkenswerte Entwicklungsfähigkeit. Frühzeitige und professionelle Unterstützung kann den weiteren Verlauf entscheidend positiv beeinflussen – viele junge Menschen entwickeln sich mit der richtigen Begleitung sehr gut.
In Deutschland ist die Aufnahme einer Psychotherapie grundsätzlich an die Zustimmung der Erziehungsberechtigten geknüpft. Ab einem gewissen Reifegrad – den Fachleute im Einzelfall einschätzen – kann jedoch die eigene Einsichts- und Urteilsfähigkeit des Jugendlichen stärker in den Vordergrund treten. Wir empfehlen, diese Frage offen im Erstgespräch zu besprechen – vertraulich und ohne Druck.
In der Regel ja. Bei gemeinsamem Sorgerecht ist grundsätzlich die Zustimmung beider Elternteile erforderlich, da Psychotherapie als bedeutsame Angelegenheit der elterlichen Sorge gilt. In der Praxis empfehlen wir, das Gespräch mit beiden Elternteilen zu suchen – im Mittelpunkt steht dabei stets das Wohl des Kindes. Bei Unklarheiten oder Konflikten beraten wir Sie gerne individuell.

Warum wir ergänzende Impulse für die Ohren und das Bücherregal lieben

Therapie findet bei uns in der Praxis statt – aber das eigentliche Leben passiert draußen. Wir glauben neben unserer persönlichen Begleitung an Hilfe zur Selbsthilfe und sehen die Zusammenarbeit mit Ihnen als Teamwork. Während wir in den Sitzungen gemeinsam tief graben, Verhaltensmuster entwirren oder mit EMDR belastende Erlebnisse neu sortieren, helfen Ihnen ergänzende Ressourcen wie Podcasts, Bücher und Blogartikel dabei, Ihren therapeutischen Prozess zu unterstützen. Warum wir diese Ergänzungen so wertvollfinden:

Wissen nimmt die Angst vor der Angst:

In der Therapie nennen wir das Psychoedukation. Wer versteht, warum das Herz rast und warum der Körper in den „Kampf-oder-Flucht-Modus“ schaltet, verliert ein Stück des Schreckens davor. Wissen ist hier der erste Schritt zur positiven Kontrolle.

Neue Perspektiven für die „Zwischenzeit“:

Ein guter Podcast oder ein kluges Buch kann genau den Impuls setzen, den Sie brauchen, um eine Erkenntnis aus der psychotherapeutischen Sitzung im Alltag sacken zu lassen. Es ist wie ein kleiner Mentor für die Hosentasche, der Sie daran erinnert, dass Sie mit Ihren Sorgen nicht allein sind.

Beziehungen verstehen lernen:

Gerade bei Themen wie Verlustangst oder Bindungsangst hilft es enorm, auch außerhalb der Psychotherapie oder Paartherapie neue Kommunikationsmuster und Strategien kennenzulernen. Es weitet den Blick und nimmt die Schwere aus festgefahrenen Dynamiken.

Sanfte Regulation für das Nervensystem:

Viele Ressourcen bieten praktische Übungen zur Beruhigung an. Das ergänzt unsere Arbeit mit stabilisierenden Techniken perfekt und gibt Ihnen die Sicherheit: „Ich kann mir im Notfall auch selbst helfen.“

Empfehlungen

Suchen Sie sich das heraus, was sich für Sie leicht und stimmig anfühlt. Therapie darf (und soll!) auch außerhalb der Praxisräume inspirieren und motivieren. Wenn Sie auf etwas stoßen, das Sie besonders bewegt oder hinterfragt – bringen Sie es einfach mit in unsere nächste Stunde! Manchmal ist weniger mehr. Wenn Sie merken, dass Sie sich durch zu viele Informationen eher unter Druck setzen („Ich muss das jetzt alles lesen/hören/verstehen!“), schalten Sie einen Gang zurück. Die Ressourcen sollen Sie unterstützen, nicht stressen.