Therapie bei somatoformen Störungen: Körper und Seele verstehen

Somatoforme Störungen beschreiben körperliche Beschwerden, die trotz sorgfältiger medizinischer Abklärung keine ausreichende organische Ursache haben – und dennoch real und belastend sind. Sie entstehen im Zusammenspiel von Körper, Psyche und sozialem Erleben und sind durch psychotherapeutische Behandlung positiv veränderbar.

Somatoforme Störungen: Wann ist psychotherapeutische Begleitung der richtige Schritt?

Wenn körperliche Beschwerden trotz medizinischer Abklärung anhalten und das alltägliche Leben zunehmend beeinträchtigen, kann psychotherapeutische Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten.

Somatoforme Störungen: Psychotherapeutische Behandlung durch unser Team

Die psychotherapeutische Behandlung somatoformer Störungen setzt dort an, wo körperliche Beschwerden und psychische Belastungen ineinandergreifen. Im therapeutischen Prozess werden die Zusammenhänge zwischen körperlichem Erleben, Emotionen und belastenden Lebensumständen gemeinsam beleuchtet und bearbeitet – mit dem Ziel, einen selbstbestimmteren und leichteren Umgang mit den Beschwerden zu entwickeln. Die Behandlung wird individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt – in unserem Team begleiten wir Sie professionell und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

unser Therapeuten-Team

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine somatoforme Störung?
Bei einer somatoformen Störung stehen körperliche Beschwerden im Vordergrund, für die trotz sorgfältiger medizinischer Abklärung keine ausreichende organische Ursache gefunden wird. Die Symptome sind real und belastend – sie entstehen jedoch im Zusammenspiel von Körper, Psyche und sozialem Erleben.
Beide Begriffe beschreiben die enge Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche. Der Begriff „somatoform“ betont dabei stärker das Fehlen einer organischen Erklärung für die Beschwerden, während „psychosomatisch“ die gegenseitige Beeinflussung von Körper und Seele in einem breiteren Sinne beschreibt.
Die Ursachen sind vielschichtig. Biologische Empfindlichkeit, psychische Belastungen, unverarbeitete Konflikte oder frühe Erfahrungen können dazu beitragen, dass seelisches Leid einen körperlichen Ausdruck findet – oft ohne dass sich die betroffene Person dessen bewusst ist.
Das Spektrum ist breit und umfasst unter anderem chronische Schmerzen, Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen, Schwindel oder neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle. Die Beschwerden wechseln häufig und betreffen oft mehrere Körperbereiche gleichzeitig.
Psychotherapie hilft dabei, den Zusammenhang zwischen körperlichem Erleben und psychischen Belastungen besser zu verstehen. Belastende Muster, unverarbeitete Emotionen und chronischer Stress können so bearbeitet werden – mit spürbarer Wirkung auch auf körperlicher Ebene.

Warum wir ergänzende Impulse für die Ohren und das Bücherregal lieben

Therapie findet bei uns in der Praxis statt – aber das eigentliche Leben passiert draußen. Wir glauben neben unserer persönlichen Begleitung an Hilfe zur Selbsthilfe und sehen die Zusammenarbeit mit Ihnen als Teamwork. Während wir in den Sitzungen gemeinsam tief graben, Verhaltensmuster entwirren oder mit EMDR belastende Erlebnisse neu sortieren, helfen Ihnen ergänzende Ressourcen wie Podcasts, Bücher und Blogartikel dabei, Ihren therapeutischen Prozess zu unterstützen. Warum wir diese Ergänzungen so wertvollfinden:

Wissen nimmt die Angst vor der Angst:

In der Therapie nennen wir das Psychoedukation. Wer versteht, warum das Herz rast und warum der Körper in den „Kampf-oder-Flucht-Modus“ schaltet, verliert ein Stück des Schreckens davor. Wissen ist hier der erste Schritt zur positiven Kontrolle.

Neue Perspektiven für die „Zwischenzeit“:

Ein guter Podcast oder ein kluges Buch kann genau den Impuls setzen, den Sie brauchen, um eine Erkenntnis aus der psychotherapeutischen Sitzung im Alltag sacken zu lassen. Es ist wie ein kleiner Mentor für die Hosentasche, der Sie daran erinnert, dass Sie mit Ihren Sorgen nicht allein sind.

Beziehungen verstehen lernen:

Gerade bei Themen wie Verlustangst oder Bindungsangst hilft es enorm, auch außerhalb der Psychotherapie oder Paartherapie neue Kommunikationsmuster und Strategien kennenzulernen. Es weitet den Blick und nimmt die Schwere aus festgefahrenen Dynamiken.

Sanfte Regulation für das Nervensystem:

Viele Ressourcen bieten praktische Übungen zur Beruhigung an. Das ergänzt unsere Arbeit mit stabilisierenden Techniken perfekt und gibt Ihnen die Sicherheit: „Ich kann mir im Notfall auch selbst helfen.“

Empfehlungen

Suchen Sie sich das heraus, was sich für Sie leicht und stimmig anfühlt. Therapie darf (und soll!) auch außerhalb der Praxisräume inspirieren und motivieren. Wenn Sie auf etwas stoßen, das Sie besonders bewegt oder hinterfragt – bringen Sie es einfach mit in unsere nächste Stunde! Manchmal ist weniger mehr. Wenn Sie merken, dass Sie sich durch zu viele Informationen eher unter Druck setzen („Ich muss das jetzt alles lesen/hören/verstehen!“), schalten Sie einen Gang zurück. Die Ressourcen sollen Sie unterstützen, nicht stressen.