ADHS: Zwischen Herausforderung und verborgenen Stärken

ADHS – die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – ist eine neurobiologisch begründete Erkrankung, die sich in Schwierigkeiten der Aufmerksamkeitssteuerung, Impulsivität und zuweilen Hyperaktivität äußert. Sie betrifft Kinder und Erwachsene gleichermaßen und geht häufig mit besonderen Stärken wie z.B. ausgeprägter Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und der Fähigkeit zur Hyperfokussierung einher. Professionelle psychotherapeutische Unterstützung kann helfen, Herausforderungen besser zu bewältigen.

Wenn ADHS den Alltag bestimmt: Wann ist psychotherapeutische Unterstützung wichtig?

Psychotherapeutische Unterstützung ist bei ADHS sinnvoll, wenn Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeitssteuerung, Impulsivität oder Hyperaktivität den Alltag, die Arbeitsfähigkeit, schulische Leistungen oder soziale Beziehungen erheblich beeinträchtigen – und eigene Bewältigungsversuche keine ausreichende Erleichterung bringen.

ADHS: Psychotherapeutische Behandlung durch unser Team

Die psychotherapeutische Behandlung von ADHS setzt dort an, wo Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeitssteuerung, Impulsivität oder Hyperaktivität den Alltag beeinträchtigen. Im therapeutischen Prozess werden individuelle Herausforderungen gemeinsam verstanden, praktische Strategien zur Selbstregulation entwickelt und gleichzeitig besondere Stärken und Potenziale gezielt gefördert. Die Behandlung wird individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt – in unserem Team begleiten wir Sie professionell und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

unser Therapeuten-Team

Häufig gestellte Fragen

Was ist ADHS?
DHS – die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – ist eine neurobiologisch begründete Erkrankung, die sich in Schwierigkeiten der Aufmerksamkeitssteuerung, Impulsivität und zuweilen Hyperaktivität äußert. Sie betrifft Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Ja. Bei Mädchen und Frauen äußert sich ADHS häufig weniger durch Hyperaktivität und Impulsivität – stattdessen stehen innere Unruhe, Tagträumen und emotionale Sensibilität im Vordergrund. Das führt dazu, dass ADHS bei Frauen oft später oder gar nicht erkannt wird.
Nein. Medikamente sind eine Behandlungsoption – aber keine Voraussetzung. Psychotherapeutische Unterstützung kann unabhängig von einer medikamentösen Behandlung wirksam sein. Die individuelle Entscheidung wird im therapeutischen Gespräch gemeinsam getroffen.
a. ADHS geht häufig mit ausgeprägter Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, besonderer Intuition und der Fähigkeit zur Hyperfokussierung einher.
Ja. Während bei Kindern Hyperaktivität oft im Vordergrund steht, äußert sich ADHS im Erwachsenenalter häufig subtiler – etwa durch innere Unruhe, Schwierigkeiten bei der Alltagsorganisation, Prokrastination oder emotionale Impulsivität.

Warum wir ergänzende Impulse für die Ohren und das Bücherregal lieben

Therapie findet bei uns in der Praxis statt – aber das eigentliche Leben passiert draußen. Wir glauben neben unserer persönlichen Begleitung an Hilfe zur Selbsthilfe und sehen die Zusammenarbeit mit Ihnen als Teamwork. Während wir in den Sitzungen gemeinsam tief graben, Verhaltensmuster entwirren oder mit EMDR belastende Erlebnisse neu sortieren, helfen Ihnen ergänzende Ressourcen wie Podcasts, Bücher und Blogartikel dabei, Ihren therapeutischen Prozess zu unterstützen. Warum wir diese Ergänzungen so wertvollfinden:

Wissen nimmt die Angst vor der Angst:

In der Therapie nennen wir das Psychoedukation. Wer versteht, warum das Herz rast und warum der Körper in den „Kampf-oder-Flucht-Modus“ schaltet, verliert ein Stück des Schreckens davor. Wissen ist hier der erste Schritt zur positiven Kontrolle.

Neue Perspektiven für die „Zwischenzeit“:

Ein guter Podcast oder ein kluges Buch kann genau den Impuls setzen, den Sie brauchen, um eine Erkenntnis aus der psychotherapeutischen Sitzung im Alltag sacken zu lassen. Es ist wie ein kleiner Mentor für die Hosentasche, der Sie daran erinnert, dass Sie mit Ihren Sorgen nicht allein sind.

Beziehungen verstehen lernen:

Gerade bei Themen wie Verlustangst oder Bindungsangst hilft es enorm, auch außerhalb der Psychotherapie oder Paartherapie neue Kommunikationsmuster und Strategien kennenzulernen. Es weitet den Blick und nimmt die Schwere aus festgefahrenen Dynamiken.

Sanfte Regulation für das Nervensystem:

Viele Ressourcen bieten praktische Übungen zur Beruhigung an. Das ergänzt unsere Arbeit mit stabilisierenden Techniken perfekt und gibt Ihnen die Sicherheit: „Ich kann mir im Notfall auch selbst helfen.“

Empfehlungen

Suchen Sie sich das heraus, was sich für Sie leicht und stimmig anfühlt. Therapie darf (und soll!) auch außerhalb der Praxisräume inspirieren und motivieren. Wenn Sie auf etwas stoßen, das Sie besonders bewegt oder hinterfragt – bringen Sie es einfach mit in unsere nächste Stunde! Manchmal ist weniger mehr. Wenn Sie merken, dass Sie sich durch zu viele Informationen eher unter Druck setzen („Ich muss das jetzt alles lesen/hören/verstehen!“), schalten Sie einen Gang zurück. Die Ressourcen sollen Sie unterstützen, nicht stressen.